Analphabetismus
– eine Sozialkampagne am PPG
Dakjdk kjsföl
jkkdjö !!
Kllasop jkdfk jöklkdfs jkjhgh-ö< jirjkj ??
Ösjdijeshnjdgdj!! Kjsdksjal.
Kjfdshfjhdkjjl. Dsaskjkjfheuszrfuehfu,
iwrihaeir, ihjfuhaushm iuiazhrfuh, = jhuisr3jhjhgsou45454 kjiofs
hugpokpiuqazuzopi+tlkt gsäiugizh<
weht gqurpwir ejropeirß20r 24i31u49u3 5084o6jh45höuheäptouß0835 q#i84060
ÛI$%jshtföoiwezheioho9uoiuj.
Uhguifzs8ezhjghiuiojieorjewirpoi. Eoutzrhzgtzröäm|poeil??
Hrdezwzeruzh!!iufrioeuriujei,rzde8uroiiue. Iusadfzgkjcfaposidü-
oiewaio.
Onejrh hgnfujrf hgbuhkn mjnkfc lskieut. Iaskjfej.Klad wheu werhehrf afhj
ldsrfje hoiuoiaöo oio oie oufgt
uzes uzts sere terrr sr sr
ayfh ljojui rl-.
Als erwachsener Mensch nicht lesen und schreiben
können? Den „Text“ im Kasten nicht entziffern können? Undenkbar, oder? Tatsächlich
können allein in Deutschland rund 4 Millionen Menschen nicht ausreichend lesen
und schreiben.
Auch den Schülerinnen der Klasse 11.2 war beim ersten
Lesen des Romans „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink bewusst, dass es irgendwo
auf der Welt Analphabeten gibt, für einen aufstrebenden jungen Menschen scheint
diese Thematik jedoch genauso weit weg zu sein wie das andere Ende der Welt.
Die Erarbeitung des Romans weckte die Neugier der Schülerinnen.
Um mehr Informationen darüber zu erhalten, wo und warum erwachsene Menschen
nicht oder nur unzulänglich lesen und schreiben können, wurde ein Projekt zum
Thema Analphabetismus durchgeführt.
Eine Gruppe hatte ein Woche Zeit, um im Internet zu
recherchieren, Fakten zu sammeln und diese in eine ansprechende Präsentation
einzuarbeiten.
Eine
zweite und eine dritte Gruppe bezogen sich in ihrer Arbeit auf den Roman. Es
wurde dargestellt, wie der Text mit dieser Thematik umgeht und ein anderes mögliches
Ende geschrieben.
Seit einiger Zeit laufen im Fernsehen die Werbespots zur Sozialkampagne des
Alfa Telefons Münsters, eine Organisation, die Analphabeten die nötigen
Schriftkenntnisse vermittelt. So entstand die Idee, eine vierte Gruppe ebensolche
Fernsehspots erdenken zu lassen. Nach einer Übungsphase wurden die Drehbücher
in die Tat umgesetzt, rund zwei Tage lang wurde das PPG zur Kulisse aufregender
Videoaufnahmen.
Am Mensabrett versuchte sich eine Analphabetin daran,
ein Formular auszufüllen, eine Bank im Pausenhof wurde zur Bank in einem Mannheimer
Park erklärt, ein Klassenzimmer zur Disko umfunktioniert und das Treppenhaus
des Hauptgebäudes war kurzerhand die Mannheimer Abendschule. Die folgende Tabelle
gibt einen kleinen Überblick über den Inhalt der Videosequenzen.

|
Name der Videosequenz |
Inhalt der Videosequenz |
|
1.) Die Putzfrau |
In einer Schule wischt eine pflichtbewusste
Putzfrau, die nicht lesen und schreiben kann, sogar die Tafel, obwohl ein
entsprechendes Schild dies gerade nicht wünscht. Eine Lehrerin sieht dies,
reagiert entsprechend sauer und möchte, dass die Putzfrau alles wieder an die
Tafel schreibt. |
|
2.) Der Fernsehabend |
Zwei Freundinnen sitzen vorm Fernseher, als in der
Werbepause des Films ein Spot der Sozialkampagne des Alfa-Telfons läuft. Die
Frau, die lesen kann und nichts von dem Analphabetismus ihrer Freundin weiß,
macht sich darüber lustig und beleidigt diese damit schwer. |
|
3.) Die SMS |
Drei Freundinnen wollen sich im Park treffen. Eine
von ihnen erhält von den anderen eine sms, der Treffzeitpunkt sei um eine
Stunde vorverlegt, kann diese aber nicht lesen und kommt daher unbeabsichtigt
zu spät. Ihre Freundinnen sind sauer und gehen. |
|
3.) Die Theorieprüfung |
Eine Theorieprüfung für den Führerschein eskaliert,
als eine junge Analphabetin wiederholt beim „Schummeln“ erwischt wird. |
|
4.) Der Malkurs |
Eine Frau fragt in der VHS nach dem Zimmer, in dem
ein Malkurs stattfinden soll, obwohl sie genau vor einem Wegweiser steht. Als
sie vor der Teilnahme an diesem Kurs einen entsprechenden Bogen ausfüllen
soll und dies der zuständigen Sekretärin zu lange dauert, da die Frau an
funktionalem Analphabetismus leidet, gibt sie auf und läuft enttäuscht weg. |
|
5.) Die Schlägerei |
Ein junger Mann beobachtet eine Schlägerei und
verständigt den Notarzt. Die ganze Zeit über verhält sich der Mann
vorbildhaft, als jedoch gebeten wird, seinen Namen sowie den Tathergang für
die Akten kurz zu notieren, gerät er aus der Fassung und verschwindet. |
6.) Der Joghurt |
Eine Frau bittet ihre Mitbewohnerin ihr einen ganz
bestimmten Joghurt, dessen Name nur auf der Packung steht und nicht daran
erkenntlich ist, wie es bei Discountern üblich ist, mitzubringen. Diese Bitte
endet in einem Streit über das allgemeine Zusammenleben, da die junge Frau
den richtigen Namen auf Grund ihres Analphabetismus nicht lesen kann. |
|
7.) In der Disco |
Eine typische Discoszene wird dargestellt. Eine
junge Frau flirtet mit einem jungen Mann, beide scheinen sich zu mögen bis
der Mann die Frau bittet, ihren Namen, Telefonnummer und den Namen ihres Lieblingsrestaurants
aufzuschreiben, damit er sie dahin einladen kann. Die Frau reagiert
ungehalten und läuft zum Erstaunen ihre Freundin und des Mannes einfach weg,
da sie nicht lesen und schreiben kann. |
Viele Schülerinnen, auch aus anderen Gruppen,
beteiligten sich mit großem Engagement an diesem Videoprojekt. Die im Anschluss
erstellte DVD erhielt neben jeder Schülerin der Klasse auch die Werbeagentur Grey in Düsseldorf, die die Sozialkampagne des Alfa
Telefons realisierte. Leider ist bis Redaktionsschluss noch kein Antwortschreiben
eingetroffen, vielleicht ist die eine oder andere Idee der Klasse nicht nur für
Abwechslung im Klassenzimmer geeignet, sondern kann demnächst sogar im Fernsehen
wieder entdeckt und bewundert werden.
Mindestens genauso wichtig wie die Freude beim Drehen
und Ausdenken der Fernsehspots ist es, genau über das Thema Bescheid zu wissen.
Daher erstellte die erste Gruppe für ihre Präsentation eine Wandcollage über
die Ursachen, die Verbreitung und die Definition des Analphabetismus. Jede Schülerin
musste am Ende den Fragenbogen, aus dem unten ausgewählte Fragen abgedruckt
sind, ausgefüllt haben.
Versuchen Sie doch mal ihr Glück, die Lösungen finden
Sie auf der nächsten Seite!
|
Wie ist der Begriff des Analphabetismus definiert? |
|
|
Wie viele Menschen können weltweit nicht lesen und
schreiben? |
|
|
In welche Stufen ist Analphabetismus differenzierbar?
|
|
|
Welche
Länder haben die größten Probleme mit Analphabetismus? |
|
|
Was wird in Deutschland für Analphabeten angeboten? |
|

Wie ist der
Begriff des Analphabetismus definiert? |
Kulturell,
bildungs- oder psychischbedingte individuelle Defizite im Lesen und / oder
Schreiben. |
|
Wie viele
Menschen können weltweit nicht lesen und schreiben? |
Weltweit können
nach einer Schätzung der UNESCO rund 862 Millionen Menschen nicht lesen und schreiben. |
|
In welche Stufen
ist Analphabetismus differenzierbar? |
Beim primären A.
ist Lesen und Schreiben nie gelernt worden. Beim sekundären
A. ist es wieder verlernt worden. Beim funktionalen
A. können einzelne Buchstaben erkannt und einfache Worte geschrieben werden,
der Sinn eines längeren Textes hingegen kann nicht erfasst werden. |
|
Welche Länder haben die größten Probleme mit Analphabetismus? |
Asien, Afrika und
Lateinamerika. |
|
Was wird in Deutschland für
Analphabeten angeboten? |
Das Programm „Bildung
für alle“ der UN will durch entsprechende Kurse die Zahl der Analphabeten auf
weltweit 400 Millionen Menschen verringern. Volkshochschulen
bieten Schreibkurse für Erwachsene an und es gibt die Sozialkampagne des
Alfa-Telefons Münster, eine Organisation, die Geld sammelt, es in Kurse investiert
und auf das Problem des A. aufmerksam machen will. |

Sabine Klee