Frankreich zu Gast an deutschen Schulen

Am Donnerstag, den 7.11.02, hat das France-Mobil am Peter Petersen Gymnasium Station gemacht.

Das Nachbarland Frankreich, seine Sprache und Kultur, stehen im Mittelpunkt einer deutschlandweiten Aktion, die die Französische Botschaft mit ihren Partnern gestartet hat. Im Rahmen des deutsch-französischen Gipfels, der am Dienstag, den 30. Juli 2002 in Anwesenheit von Bundeskanzler Gerhard Schröder, Staatspräsident Jacques Chirac, Premierminister Jean-Pierre Raffarin sowie mehrerer deutscher und französischer Minister in Schwerin eröffnet wurde, fiel auch der Startschuss für die insgesamt neun "France Mobil"- Fahrzeuge: Beladen mit Materialien und unterstützt von französischen Referenten werden sie für zwei Jahre durch Deutschland touren, wo sie an Schulen Halt machen werden, um Unterrichtseinheiten vorzustellen und über Frankreich zu informieren.

Am PPG stellte Mademoiselle Anne-Sophie Comoy den beiden achten Klassen aus dem Lateinzug die französische Sprache vor und spielte mit ihnen "Montagsmaler" mit Wörtern, die es sowohl im Deutschen als auch im Französischen gibt. Fazit: So schwer ist Französisch gar nicht.

Die 11. Klassen lernten ein aktuelles Chanson der Gruppe Matmata aus den französischen Charts kennen, in denen es viel Jugendsprache und "verlan" (ein weitverbreiteter Trend , Sprache rückwärts, also "à l'envers" zu sprechen) zu entdecken gab. Anschließend tanzten sie zusammen mit Mademoiselle Comoy zur Musik einen bretonischen Tanz.

Die auf zwei Jahre angelegte Aktion ist eine Initiative der Französischen Botschaft und der Robert Bosch Stiftung, gefördert von Renault und in enger Zusammenarbeit mit dem größten deutschen Bildungsanbieter, dem Ernst Klett Verlag, dem Wörterbuchverlag PONS, französischen Kinder- und Jugendliteraturverlagen sowie den Instituts Français und den Freunden der Französischen Kultur e.V.

Beginnen werden die neun "France Mobile" ihre Tour in den östlichen Bundesländern. Die anderen Länder folgen entsprechend dem jeweiligen Schulstart. Bis zum Ende der Aktion im Herbst 2004 werden schätzungsweise 4500 Schulen mit über 200.000 Schülern besucht. Ziel der Aktion ist es, die Attraktivität und den Charme der französische Sprache und Kultur vor allem jungen Menschen in ganz Deutschland nahe zu bringen. Von Marseille bis La Réunion, von Paris bis Martinique präsentieren sich Frankreich und seine frankophonen Nachbarn täglich neu, facettenreich, exotisch und kreativ. Mit Büchern, Software, Filmen, Postern, Lehrmedien, Wörterbüchern, Spielen und im Internet. Jede Menge Anregungen und Unterhaltung für alle, die die französische Kultur und ihre Sprache einmal ganz anders erleben wollen.

Die so genannten "France Mobile", jeweils begleitet durch französische Referentinnen und Referenten der Robert-Bosch-Stiftung werden bundesweit an Schulen Halt machen und vor Ort junge Leute für Französisch begeistern: vom Kindergarten über die Grundschule bis zum Abitur. Grundschulkinder zum Beispiel erfahren in einfachen Liedern und Spielszenen, wie schön die französische Sprache klingt und wie viel Spaß es macht, sie durch Spiele zu erleben, nachzuplappern oder mitzusingen. Für Schüler an weiterführenden Schulen und junge Erwachsene stehen Infos über die Sprache, Land und Leute sowie deutsch-französische Austauschprogramme und Frankreichaufenthalte sowie Kurzfilme im Vordergrund. Auch wer sich für ein Studium in Frankreich oder ein bilinguales Universitätsprogramm interessiert, findet in den jungen französischen Begleiterinnen die idealen Ansprechpartner.

Darüber hinaus gibt es Reisen, Wörterbücher, Videos und Spiele zu gewinnen. Wie wichtig der direkte und persönliche Kontakt zwischen beiden Ländern sei, zeige der Erfolg der vier entsprechenden "Deutsch-Mobil", die bereits seit anderthalb Jahren erfolgreich durch Frankreich touren: Sie haben an den dort besuchten Schulen zu einem ganz erstaunlichen Zuwachs an französischen Schülern geführt, die nun Deutsch lernen werden.

Schirmherren der neun "France Mobile" sind Prof. Luc Ferry, Minister für Jugend, Erziehung und Forschung sowie der Bevollmächtigte der Bundesrepublik für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit im Rahmen des Elysée-Vertrags, zur Zeit der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck.