Mathe mal ganz anders:

Die 4. Lange Nacht der Mathematik an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft


 

Am Freitag, 12. Mai 2006, findet von 15.00 bis 1.30 Uhr die 4. Lange Nacht der Mathematik an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft statt. Alle Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 10 sind herzlich eingeladen, nach Karlsruhe zu kommen um Mathematik in vielleicht ganz anderen Bezügen und Zusammenhängen kennen zu lernen. Nicht nur für Mathe-Freaks hat das Organisationsteam rund um das Mathematikerkollegium der Hochschule Karlsruhe wieder ein abwechslungsreiches Programm aus Vorträgen, mathematischen Spielereien und unterhaltsamen Präsentationen zusammengestellt. Während sich die Themenblöcke der Nachmittagsstunden „Auf los geht’s los“ und „Mathematik mit Bits und Bytes“ der reinen bzw. angewandten Mathematik und Informatik widmen, wird der Zuschauer am Abend mit dem Block „Mathematik auf Abwegen“ in gänzlich andere Gefilde gelockt – so führt die bereits aus den Vorjahren bekannte „LiteraTour“ dieses Mal von Grimmelshausen bis Enzensberger. In „Glücksspiele um Mitternacht“ wird zu guter Letzt über das Thema Risikomanagement philosophiert.

Die Pausen zwischen den einzelnen Vorträgen können genutzt werden, um sich im Mathe-Café zu stärken oder vielleicht auch die eine oder andere mathematische Diskussion zu führen. Über die Studienangebote an der Hochschule Karlsruhe kann man sich zwischen 15.00 und 19.00 Uhr an einem Stand informieren. 

Das Programmheft liegt in der Schule aus, kann aber auch über das Internet abgerufen werden unter: www.hs-karlsruhe.de.

Cordula Boll
Hochschule Karlsruhe
Technik und Wirtschaft


 

Die Strahlensätze – Unser Beitrag zur langen Nacht der Mathematik

 

Ein Förster schätzt im Wald die Höhe eines Baumes ab, ein Fotograph muss die richtige Linse für seinen Fotoapparat auswählen, ein Lehrling hat die Dicke eines Drahtes zu ermitteln und Heron von Alexandria beschreibt um 50 n. Chr., wie ein Hafenmeister die Entfernung eines herannahenden Schiffes bestimmen kann. Was haben diese Situationen miteinander zu tun? Sie lassen sich alle mit Hilfe der Strahlensätze bewältigen. In einem Geometrieprojekt hat sich die Klasse 9.3 die Frage gestellt, in welchen historischen und auch aktuellen Bereichen die Strahlensätze vorkommen. Die dabei gefundenen Anwendungen konnten in die Bereiche „Messen unzugänglicher Strecken“, „über den Daumen gepeilt“, „Optik“, „Vergrößern und Verkleinern“ sowie „Messen und Übertragen“ zusammengefasst werden. Die Klasse hat Messgeräte wie das Försterdreieck, das Messquadrat, den Jakobsstab, den Messkeil und den Keilausschnitt (auch Messlehre genannt) zusammengebaut und getestet. Mit dem Storchenschnabel konnten Zeichnungen ebenso gut vergrößert und verkleinert werden wie mit einem einfachen Gummiband und einer Holzperle. Zum Übertragen oder Vergrößern von Streckenlängen wurde ein Proportionalzirkel gebaut und die Physikergruppe hat mit Hilfe der Strahlensätze die Linsengleichung hergeleitet und diese im Experiment überprüft. Mit den von ihnen erstellten Plakaten fährt die Klasse nach Karlsruhe und präsentiert die Ergebnisse auf der langen Nacht der Mathematik.

Randy Eichin