Besuch eines "native speakers" der EF- Company 10.05.2005

Die EF Company, die alternatives Lernen der Fremdsprache Englisch anbietet, hat zu ihrem 40. Geburtstag einen der legendären Londoner Doppeldeckerbusse gekauft und fährt mit diesem und einem vierköpfigem Team quer durch Europa und stellt Großbritannien in englischer Sprache in ausgewählten Schulen vor. EF steht für English First, was bedeuten soll, dass die englische Sprache eine Weltsprache ist und für viele die wichtigste (Geschäfts-)Sprache. Englisch steht also an vorderster Stelle. Deshalb wurde der Vortrag auch von einem echten Engländer gehalten, der den Schülern der Klassenstufe 10 des PPG Großbritannien witzig und auf jeden Fall sehr informativ näher brachte.

Es war aufregend, mit einem echten Engländer mit unserem "Schulenglisch" (was aber doch nicht schlecht war!) zu sprechen. Quer über Politik, Sport und Geographie verlief unsere sprachliche "Reise". Und es gab auch Aufgaben, die wir interaktiv lösen mussten. Aber nun zum Vortrag. Was haben wir gehört?

Die Bevölkerung Englands mit 47 Mio. ist nicht so groß wie die deutsche, dennoch stammt die englische Bevölkerung von vielen Kulturen, wie z.B. von den Wikingern, ab. Die Bevölkerung ist in drei soziale Klassen geteilt. Es gibt die obere Klasse mit viel Vermögen, wozu zum Beispiel David Beckham gehört. Dann gibt es die Mittelklasse, in der die Menschen hart arbeiten müssen und schließlich die untere, sog. "lower" Klasse, in der die Menschen sprichwörtlich auf der Straße leben.

England hat viele berühmte Dinge und Menschen. Da wäre die königliche Familie mit der Queen, Prinz Charles und Camilla - die in England nicht sehr beliebt ist und gerne mit der sehr beliebten Diana verglichen wird - und natürlich die Söhne von Charles Harry und William. England hat auch viele Exportschlager, wie zum Beispiel David Beckham, Rowan Atkinson, Kate Moss und Hugh Grant. Sie alle sind in der ganzen Welt bekannt. Auch die Sehenswürdigkeiten und bekannten Städte kennt man weit über die Insel hinaus. In den größten Ballungszentren und Städten, wie Manchester, Liverpool, Lees und last but not least London, haben viele Sehenswürdigkeiten ihren Platz. Auch das Essen der Engländer ist überall bekannt. Fish and Chips kennen die meisten. Auch viel Curry wird in England gegessen.

Aber die Engländer sind auch relativ eigenartig und seltsam. Nicht nur das merkwürdige Essen, wie Pommes mit Essig oder der Tee mit Milch, sondern auch ein Käsebrot mit Marmelade werden von den Engländern sehr gemocht. Die Sportvorlieben sind auch etwas seltsam im Gegensatz zu deutschen. Volkssportarten wie bei uns nur Fußball sind dort Kricket, Polo, die traditionelle Fuchsjagd und natürlich auch Fußball. Auch das Schlangestehen der Inselbewohner ist merkwürdig: Sie stellen sich "zu jeder Gelegenheit" in eine Schlange, die dann gut und gerne 150 Menschen im Durchschnitt beinhaltet. Einmal, als man eine kostenlose Zahnarztbehandlung des "National Health Service" in einem kleinen Ort anbot, stellten sich 2000 Menschen zu einer Warteschlange auf!

Aber England hat natürlich auch gute Seiten: Eine sehr schöne Landschaft und ein guter Sinn für Humor, was Rowan Atkinson in seiner Rolle als Mr. Bean beweist. Auch die traditionellen Pubs, die von den Engländern gerne genutzt werden, und das Traditionsbier Guinness, sind überall bekannt.

Die Wiederwahl des Premierministers Tony Blair sollte Anlass zu einem kleinen Rollenspiel sein. Dazu wurden die drei 10. Klassen in drei Gruppen eingeteilt, wobei jede Klasse eine Partei vertrat. Wir sollten die Parteiprogramme der drei großen Parteien in England in etwa zehn Stichpunkten darlegen und danach vorne vorstellen. Hier unsere Ideen:

Die Liberalen:

Arbeiter-Partei:

Konservative Partei:
Wir sprachen auch über die charakteristischen Eigenschaften der Engländer bzw. typische Vorurteile.

Zum Abschluss machten wir ein Quiz über die legendären Londoner Doppeldeckerbusse. Die Schüler der Klasse 10.2 mit den meisten richtigen Antworten gewannen ein T-Shirt von EF.

1) Was sagt der Fahrer zu den gerade zugestiegenen Fahrgästen?
- "Your tickets please!"

2) Wo können mehr Menschen sich aufhalten in solch einem Bus, oben oder unten?
- Oben

3) Darf man in einem Bus rauchen?
- Nein

4) Wie viel kostet ein solcher Bus?
- bis zu 25.000 £

5) Wie viele Personen arbeiten in einem solchen Bus während des Fahrbetriebs?
- 2 Personen (Fahrer und Schaffner)

Alles in allem fand ich es sehr interessant, einmal mit jemandem zu sprechen, der schon von Geburt an Englisch spricht. Man konnte sein Englisch testen und sehen, dass wir doch schon einiges gelernt hatten. Es war eine interessante, humorvolle und informative Englischstunde, bei der wir nicht nur dasitzen und zuhören konnten, sondern uns auch noch mit Kommentaren und Aufgaben am Geschehen beteiligten. Ich fand, dass es eine sehr gute Sache war, Englischunterricht einmal anders zu gestalten und dennoch die englische Sprache nicht zu vernachlässigen. Meiner Meinung nach, könnte so etwas, oder auch generell interaktiver und spannender Unterricht, öfter durchgeführt werden.

Marcel Erné