Klasse 10.3 bei Jugend denkt Zukunft
Die 17 Schülerinnen und Schüler der 10.3 waren in der letzten Schulwoche des vergangenen Schuljahres bei der Firma Jungbunzlauer in Ladenburg zu Gast, um sich dort kreativ mit zukünftigen Entwicklungen auseinander zu setzen. Während ganz Deutschland bereits in Ferien war oder hitzefrei hatte, rauchten in Ladenburg von morgens bis in den Nachmittag hinein die Köpfe bei tropischen Temperaturen. Ziel des Planspiels war es, Zukunftsentwicklungen zu erfahren und abzuschätzen und auf dieser Grundlage Produkte zu entwickeln, mit der eine Firma sich auf dem Markt etablieren kann.
Initiiert wurde das Projekt "Jugend denkt Zukunft" seitens der Wirtschaft, um Schülerinnen und Schülern Einblicke in betriebliche Abläufe und Strategieüberlegungen zu gewähren. Veranstaltet und koordiniert wird es von IFOK, dem Institut für Organisationskommunikation mit Sitz in Bensheim, zu dessen Aufgabenbereich auch das Finden von Partnern aus Industrie und Schule gehört. Auf diese Weise wurden also das PPG und Jungbunzlauer zusammengeführt und führten das Innovationsspiel unter dem Motto "Neue Produkteigenschaften von Nahrungsmitteln und ihrer Verpackung im Jahr 2020".
Nach erstem Kennenlernen der Firma und ihrer Produktpalette - Jungbunzlauer stellt gesundheitlich unbedenkliche Nahrungsmittelzusatzstoffe her, die sich dann in Essen, Trinken, Zahnpasta oder auch als Weichmacher in Quietscheentchen wiederfinden - erarbeiteten die interessierten Jugendlichen zunächst unter fachkundiger Anleitung der Moderatorin vom IFOK, Frau Henrich, Megatrends der Zukunft -- Migration, Vernetzte Welt, Demographischer Wandel, Ressourcenkonflikte -- und präsentierten diese vor ihrer Klasse.
Der nächste Tag wurden zukunftsweisende Überlegungen, basierend auf den Megatrends entwickelt. Die Schüler versetzten sich in die Rolle von Firmen und Verbrauchern und erdachten neuartige Produktpaletten oder Dienstleistungen.
Am dritten Tag wurde endlich die Firma besichtigt. In Gruppen wurden die Teilnehmer durch das Werk geführt, durften im Labor experimentieren und auch Geschmackstests der Jungbunzlauerschen Produkte in Suppen, Getränken oder auf Gummibärchen durchführen.
Tag 4 diente dazu, im Rahmen eines Planspiels die gesammelten Ideen weiter zu entwickeln. Hierzu nahmen die Schüler diverse Positionen ein, Entwickler in Firmen, Pressemitarbeiter und Bürgervertreter ließen ihren Gedanken freien Lauf, präzisierten die Ideen der Woche, entwickelten neue Produkte, schätzten Kosten und Risiken ab, wiesen auf Unzulänglichkeiten und Unwägbarkeiten hin,...
Die Ergebnisse des Vortages wurden am letzten Tag, sofern noch nicht geschehen, aufgearbeitet und zu Papier gebracht und im Rahmen einer Abschlusspräsentation den Gästen und Mitarbeitern der Firma Jungbunzlauer vorgestellt.
Die Produktpalette konnte sich sehen lassen: die nicht schmelzende Schokolade und der Icy drink der Sweet Company oder die erst unmittelbar vor dem Verzehr durch Zusammenbringen der Ingredenzien zubereiteten Knick-it-Can und Knick-it-Candy der Firma Knick-it-Inc mit großer Geschmacksauswahl, weiterhin das Unternehmen Health Solutions, das mit seinem Hunger stillenden Pflaster der Fettleibigkeit zuleibe rückt und mit dem Energie liefernden Kaugummi speziell für sportliche Menschen ein attraktives Produkt anbietet.
Alles in allem war die Woche anstrengend, heiß, produktiv und gewinnbringend-für alle Seiten, wie die Schüler, die Firmenleitung und die Moderatorin bestätigten.
Roland Haaß
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