Schülerwettbewerb zur politischen Bildung 2006 –

Experten besuchen die Klassen 10.3, 11.1 und 11.2

 

Die Polizei am PPG? Kein Grund zur Beunruhigung! Eine außerordentlich angenehme Begegnung mit unserem ‚Freund und Helfer’ gab es für die Klasse 10.3 jüngst im Rahmen des Gemeinschaftskundeunterrichts. Grund: Die Klasse hatte den ersten Kriminalhauptkommissar Johann Danisch von der Kriminalpolizei Mannheim eingeladen als Experte zum Thema „Raubkopieren“ zu referieren. Hintergrund der Aktion: Die Klasse nimmt an dem diesjährigen Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung teil. Das Ergebnis war eine außerordentlich interessante Fragerunde, bei der klar wurde: „Nicht alles was lustig ist, ist auch erlaubt.“ (Danisch)

 

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10.3., 11.1 und 11.2 am PPG Mannheim haben die Aufforderung „Bewegt euch, vor allem im Kopf“ der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) ernst genommen. Seit 35 Jahren gibt es diesen jährlich ausgetragenen bundesweiten Wettbewerb, bei dem die ganze Klasse gemeinsam ein Unterrichtsprojekt umsetzt. Die  PPGler konnten in diesem Jahr aus sechs Projektthemen eines aussuchen und haben jetzt die Aufgabe,  sich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen und die Ergebnisse in unterschiedlichen Projektarbeiten zu dokumentieren. Der Wettbewerb läuft noch bis 1. Dezember.

Da die Themen meist in die Lehrpläne verschiedener Fächer unterschiedlicher Schularten und Bundesländer passen, bedeutet dies für die Klassen am PPG konkret, dass im Fach Gemeinschaftskunde der Klassen 10.3. 11.1 und11.2 lehrplankonforme Themen ausgewählt wurden, die jetzt, auch teilweise mit erheblichem außerunterrichtlichem Engagement, zu einem konkurrenzfähigen Wettbewerbsbeitrag ausgearbeitet werden. Während die Klasse 10.3 im Rahmen des Themas „Alles nur geklaut – Soll ich euch eine Kopie machen?“ dabei an einer illustrierten Informationsbroschüre arbeitet, in der sie über die im Unterricht neu gewonnenen Erkenntnisse der Problematik des „Downloadens“ informiert, wie beispielsweise über die aktuellen rechtlichen Vorgaben, mögliche Konsequenzen bei Verstößen, legale Wege und Ideen, was zu tun ist, um nicht durch einen schnellen Klick kriminell zu werden, wollen die beiden 11. Klassen „In Europa Brücken bauen“, so lautet die Rubrik des Themas. Unter dem Titel „Fremde werden Freunde“ wird folgende Situation simuliert: Als Mitglieder einer Bürgerinitiative setzen sich die Schülerinnen und Schüler für eine neue Städtepartnerschaft zu einer etwa gleich großen Stadt/Gemeinde in einem der 2004 beigetretenen EU-Länder aktiv ein. Für eine Sitzung des Stadt- oder Gemeinderats ein Vortrag/eine Präsentation vorbereitet werden. Diese stellt der einzusendende Wettbewerbsbeitrag für die beiden 11. Klassen dar.

Im Rahmen des Projekts wurden von den Klassen Expertengespräche initiiert. In  Expertenbefragungen soll die Gelegenheit genutzt werden, möglichst viele Insiderinformationen zu der entsprechenden Thematik zu sammeln und für das Projekt zu verwerten. So bekam die 10.3 am 19.Oktober Besuch von der Polizei. Johann Danisch ist Leiter des Dezernat 31 im Polizeipräsidium Mannheim (Kriminalpolizei) und hatte auf alle Fragen der Klasse eine Antwort. Danisch klärte die SchülerInnen mit einem interessanten Vortrag über das komplizierte und sich ständig wandelnde Urheberrecht auf. Schon während des Vortrags konnten die SchülerInnen mit ihren Fragen kaum gebremst werden. Der Kriminalhauptkommissar hatte abschließend jedoch eine recht einfache Formel parat: „Im Urheberrecht ist alles verboten, es sei denn man bezahlt dafür.“

Bis zum Montag nach den Herbstferien (6.11.) müssen die 11. Klassen sich noch gedulden. Dann bekommen auch sie Besuch von einem Experten. Dieses Mal in Sachen Städtepartnerschaften. Oliver Brummer, der Vorsitzende des Fördervereins Städtepartnerschaften Mannheim wird den Schülern erst in einem Vortrag mit Blick auf unsere Stadt referieren und danach für Fragen rund um das Thema zur Verfügung stehen. Zwar sind die Klassen 11.1 und 11.2 Konkurrenten, aber man hat sich verständigt, sich den Experten zu ‚teilen’ und gemeinsam eine Expertenbefragung zu organisieren. Während die 11.1 in ihrer Simulation die Stadträte Mannheims von der Stadt Tallinn überzeugen will, sind die Schülerinnen und Schüler der 11.2 sicher, dass sie mit Ostrau überzeugen werden. Man wird sehen, wie die Jury der Bundeszentrale für politische Bildung unter den tausenden Beiträgen, die gewöhnlich eingesendet werden, entscheidet und ob tatsächlich eine Klasse des PPG dann im kommenden Frühjahr jubeln darf.

 

 (Sta 19.10.06)