Aus einem Seminarkurs wird ein ganzes Fest
SCHÖNAU: Peter-Petersen-Gymnasium feiert im Zeichen des Stadtjubiläums
"Mannheim wird 400, das PPG 35" - gleich zwei ganz besondere Jubiläen standen im Mittelpunkt des diesjährigen Schulfests am Peter-Petersen-Gymnasium. Die Brücke war schnell geschlagen und so gelang es Schülern und Lehrern gemeinsam mit dem Förderverein ein Programm auf die Beine zu stellen, das sich wirklich sehen lassen konnte. Eigentlich wollte man anfangs nur einen Seminarkurs mit dem Thema "Mannheim wird 400" anbieten. Als aber mit 38 Schülern eine enorm hohe Teilnehmerzahl erreicht wurde, kam der Gedanke auf, das Stadtjubiläum auch zum Thema des Schulfests zu machen. Im Rahmen des vielfältigen Programms präsentierten Schüler ihre gelungenen Arbeiten.
Mario Henn etwa nahm mit seinen selbst verfassten Texten die Zuschauer mit auf eine Zeitreise durch Mannheims Stadtgeschichte. Mühelos wechselte er zwischen dem Sprachstil des 18. Jahrhunderts und der Kurpfälzer Mundart. "Mir losse uns net unnerkriege" - mit dieser Formulierung traf er die Mannheimer Mentalität auf den Kopf. Aber auch die Jüngeren bewiesen Kreativität und darstellerisches Talent. So erzählten Schüler der fünften und sechsten Klassen Sagen über geheime Gänge im Schloss und Geschichten über den Rosengarten.
Unzählige Bilder, bunte Plakate oder mit Sand gestreute Stadtwappen ließen im Schulhof das lokalpatriotische Herz höher schlagen. Gleichzeitig sorgten zahlreiche Spiele und Aktivitäten, etwa auf einem "Mannopolyfeld" oder an der Kletterwand, für gute Stimmung.
Einen weiteren Höhepunkt stellte die Übergabe einer Spende von 10 000 Euro an das Kinderhilfswerk UNICEF dar. Bei einem Sponsorenlauf im Juni hatten Schüler den rekordverdächtigen Betrag gesammelt.
Jedes Jahr übernehmen zwei Fachbereiche die Gestaltung des Schulfestes und dieses Mal waren Deutsch und Geschichte an der Reihe. Während einer Projektwoche hatten die Schüler im Vorfeld die Gelegenheit, sich mit dem Motto auseinander zu setzen, eigene Ideen zu entwickeln und Programme für das Sommerfest auszuarbeiten, erklärte Lehrerin Ursula Hein. Es wurde recherchiert, Zeitzeugen wurden befragt, Aufführungen einstudiert und Plakate angefertigt. Die ganze Schule war in die Vorbereitungen eingespannt.
Vor 35 Jahren öffnete das PPG erstmals seine Pforten. Viele charakteristische Eigenschaften wie das offene Lehrerzimmer oder das große Angebot an AG's sind geblieben. Dennoch sind Veränderungen deutlich zu spüren. Im Zuge der Schulrochade sollen 2008 die Hauptbauarbeiten auf dem Schulgelände beginnen. Dadurch werde sich gerade die Möglichkeit der Nachmittagsbetreuung verbessern, hofft Direktor Dr. Ingo Leichert auf eine positive Zukunft. kev