Am 9. Oktober flogen 18 Schülerinnen
und Schüler der 10. Klassen des PPG unter der Leitung von Herrn
Ruckdeschel und Herrn Plemper in die USA. Der Lufthansa-Flug
brachte sie von Frankfurt nach Boston, Massachusetts. Nach mehrstündiger Busfahrt wurden sie in Hyannis, einem kleinen Ort
auf der Halbinsel Cape Cod auf dem Parkplatz der Partnerschule
(Sturgis Charter School) von den Gasteltern erwartet.
Am ersten, langen Wochenende
(einschließlich Columbus Day) waren sie mit der Gastfamilie
allein, und so gestaltete sich das Kennenlernen mit den Gastgebern
recht intensiv. Die Wochenenden waren immer solch privaten
Programmen der Gastfamilien vorbehalten.
Ungewohnt der ´American way of
life´: Frühstück aus der Mikrowelle, oft zwei Stunden im Auto pro
Tag etc.. Doch es gab auch Gastfamilien, wo alle Vorurteile über
den Haufen geworfen wurden. Nicht wenige Schüler fanden in den
großen „shopping-malls“ eine Pilgerstätte für die Freizeit. Aber Rabatte bis zu 40 Prozent und
ein schwacher Dollarkurs waren allzu einladend und alle dürften
beim Rückflug deutlich mehr Gepäck eingeladen haben als auf dem
Hinweg.
An mehreren Tagen nahmen alle am
Unterricht in dieser renommierten Schule teil, konnten Erfahrungen
sammeln, was Klassengröße, Ausstattung und Unterrichtsstil angeht.
Viel Zeit musste auch im Bus
abgesessen werden. Das von der Firma ´Carousel Tours`
durchgeführte Programm umfasste u.a. mehrere Ausflüge nach Boston
(City, Museen, Fenway Park Stadion, Freedom Trail, Beacon Hill,
etc.) , das geschichtsträchtige Plimouth mit der `Mayflower´ und
Besuch der Plimouth Plantation, dem Dorf der ersten Siedler als
„funktionierendes“ Freilichtmuseum. Spaziergang auf dem Campus der
berühmten Harvard-University und Führung durch das MIT (Massachussetts
Institute of Technology) in Cambridge.
In Newport konnte der Wohnpalast der
Familie Vanderbilt beeindrucken, die zu Beginn des letzten
Jahrhunderts ihren immensen Reichtum zur Schau stellten. Daran
schloss sich der `cliff walk´ an, ein heiterer, sonniger Spaziergang
zwischen Atlantikwellen und weiteren Villen der damaligen Superreichen.
Beim “whale-watching“ kreuzten
mehrere Wale den Kurs des Schiffes, doch das eigentliche Abenteuer
war für viele Passagiere die Schifffahrt selbst, die See war rau
und das “Hold on !!“ des Kapitäns kein Scherz. An der Gangway
waren Tabletten gegen Seekrankheit ausgegeben worden. Eine andere
Schiffspassage führte die Gruppe später zur vorgelagerten Insel
Nantucket.
Die letzten zwei Tage gab es ein
Finale in New York City, ohne Zweifel für viele ein Höhepunkt der
Reise. Schwer zu sagen, was mehr in Erinnerung bleiben wird: Der
Gang über die Brooklyn Bridge, der abendliche Blick vom Empire
State Building, Ground Zero, wo bis 2001 die Türme des World Trade
Center ragten, der Spaziergang im Central Park, Fifth Avenue, die
Lichter am nächtlichen Times Square, der Bootstrip zur
Freiheitsstatue oder der Vortrag im großen Saal der United Nations
am East River.
Es war eine wunderbare Möglichkeit,
seinen Horizont zu erweitern, Englisch zu sprechen und Kontakte zu
knüpfen. Im zweiten Halbjahr steht nun der Gegenbesuch der
Amerikaner an.
Eine gute Gelegenheit, ihnen
Mannheim und die Sehenswürdigkeiten der Umgebung zu zeigen und
junge Freundschaften zu vertiefen!
Martin Plemper